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Sie geraten ins Schwärmen, wenn man ihnen Bilder von alten Boliden
aus den 70ern zeigt. Folglich stand der Dodge Charger Pate bei der
Namensfindung des 1997 gegründeten Hamburger Blues-Quartetts
um Komponist, Sänger und Harpspieler Martin Bohl.
Die Chargers
sind nicht brandneu im Geschäft. Bohl gehört zur alten
Garde der Hamburger Bluesmusiker und war jahrelang Frontmann der
Hamburger Formation King Bee Bluesband. In all diesen aktiven Jahren
hat sich der smarte Musiker zu einem der versiertesten europäischen
Harp-Spieler entwickelt.
Zudem ist er ein hervorragender Sänger und schreibt ganz famose
Songs. So hört man z.B. auf dem Debut-Album "Get Charged!" auch
ausschließlich Eigenkompositionen, die alle durch eine kompetente
Gewitztheit bestechen.
Die Chargers begeben sich auf musikalische auf eine Rundreise über
Austin (Texas), Louisiana, Chicago bis Los Angeles.
Stilistisch lasssen sich die Chargers nicht in eine Schublade stecken.
Wenn man diese Metapher verwenden möchte, machen sie eher
diverse Schubladen extrem weit auf und bedienen sich munter bei
allen Spielarten der Bluesmusik.
Dieses klingt nie angestaubt nach musikalischer Brauchtumspflege,
sondern immer frisch und auf der Höhe der Zeit. Die Rhythmusgruppe
der Chargers (Björn Puls am Schlagzeug
und der Blues Spezialist Dirk Vollbrecht) spielt extrem zweckdienlich,
groovt gelassen-cool und schiebt so ordentlich an, was Bohl und
sein Gitarrist Jan Mohr dann fantasievoll ausfüllen. Mohr
spielt dabei eine Gitarre, die sich zwar bei alten Vorbildern bedient,
aber dennoch so frei und inspiriert klingt, dass sich der eigenwillige
Mann mit sofort in die Garde der großen,
zeitgenössischen Gitarren-Irren katapultiert. In seinen Soundvorstellungen
und mit seiner Art, die PAUSEN zu spielen, d.h. mit wenigen Tönen
eine explosive Stimmung zu erzeugen, ist Mohr nicht weit entfernt
von US-Kollegen wie Junior Watson oder Alex Schultz. Das sei aber
bitte nur von dem Verständnis
fürs Musizieren so gesehen. Stilistisch ist Mohr deutlich
weniger einem "alten" Stil verhaftet.
Kurz: die Chargers gehören zum Interessantesten, was Europa
derzeit zu bieten hat.
Nach Konzerten in Deutschland, Belgien und Holland sowie der Veröffentlichung
ihres Debuts "Get Charged!" (2000, Stumble) stehen nun
weitere Konzerte in ganz Europa und die Veröffentlichung des
zweiten Albums Hypercharged! (Feb. 2004) an.
www.get-charged.com
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